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 001 - Die Donnerschlacht

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Moriko

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BeitragThema: 001 - Die Donnerschlacht   So 05 Mai 2013, 17:04

Kapitel 1: Die Donnerschlacht

Ein Sturm war aufgezogen. Der Regen vernebelte ihnen die Sicht und durch das Donnergrollen, das von den Bergen hundertfach zurück geworfen wurde, konnten die Zwerge ihre eigene Stimme nicht mehr verstehen. Thorin versuchte sie immer wieder zu ermahnen vorsichtig und langsam weiter zu gehen, aber jeder Schritt war gefährlich, egal wie behutsam sie sich bewegten. Die Zwerge hatten schon ihre Erfahrungen gemacht, wie gefährlich Pfade an den Berghängen waren, besonders die älteren wie Balin und sein Bruder, aber Bilbo fror am ganzen Leib und seine Füße zitterten gefährlich bei jedem Schritt. Zum wiederholten Male musste Dwalin ihn festhalten und gegen die Bergwand pressen, damit er nicht in den Abgrund stürzte.

"Wir müssen einen Unterschlupf suchen!", dröhnte Thorins durchdringende Stimme gerade zu ihnen hinüber, als plötzlich ein mannsgroßer Felsen einige Fuß über ihnen gegen die Bergwand geschmettert wurde. Mit einem lauten Krachen löste sich das umliegende Gestein und donnerte wie eine Lawine an den rufenden Zwergen vorbei. Balin deutete zu den gegenüberliegenden Berghängen, die sich ohne Vorwarnung erhoben und zu einem einzigen gigantischen Steinriesen empor wuchsen. Ein weiterer Felsbrocken, größer als ein Pferd, flog an ihnen vorbei und traf einen zweiten Steinriesen am Kopf, der sich hinter den Berghängen versteckt hatte.
Thorin schrie den vor Angst erstarrten Bofur an, er solle in Deckung gehen, doch er hörte ihn nicht. Der Berg auf dem sie standen erzitterte und Kili schaffte es gerade noch rechtzeitig, Bofur zu packen und rücklings gegen die Wand zu werfen, bevor das Beben ihn in die tiefe reißen konnte. Felsbrocken stürzten hinab. Der Pfad vor ihren Füßen wurde in Stücke geschlagen und der Boden zwischen Kilis Füßen teilte sich. Er hörte noch seinen Bruder neben sich schreien, er solle seine Hand nehmen und ohne nachzudenken griff er nach ihr.
Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, als er merkte, wie ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Die Bergwand teilte sich entzwei und erhob sich ebenfalls zu einem Steinriesen, der noch größer war als die beiden anderen. Mehrere Hände griffen nach seinem Arm und ihn versuchten ihn verzweifelt wieder nach oben auf den Abhang zu zerren, während die Felsen um sie herum gefährlich schwankten und bebten. Fili schrie etwas unverständliches und erneut krachten Felsen gegeneinander. Einige Sekunden später schwang Thorin sich von den Klippen herunter, bis er bei Kili angekommen war und hiefte ihn unsanft mit einer Hand rauf zu seinem Bruder. Benommen schaute der junge Zwerg sich um und sah gerade noch, wie der größte Teil ihrer Gruppe schreiend an eine andere Felswand gepresst stand und unter der großen Lawine eines hinab stürzenden Steinriesens begraben wurde. Thorin schrie, doch Fili, der den Arme seines jüngeren Bruders immer noch fest umklammert hielt, packte ihn mit der andren Hand am Rücken und zog den Zergenkönig mit Kili und Bofur zusammen die Felswand empor und weg von dem Abhang. Eine kurze Stille trat ein zwischen dem Getöse der Donnerschlacht und Bofur richtete sich auf. "Sie werden es schaffen! Die sind nicht so leicht platt zu kriegen, schließlich ist Bombur dabei..." Bei dem Namen seines Bruders stockte ihm der Atem, aber er rang sich ein erschöpftes Grinsen ab und deutete einige Meter weiter den Pfad hinab." Dort hab ich einen Eingang in den Berg gesehen. Könnte eine Höhle sein oder ein Tunnel." Von den anderen kam keine Antwort. Sie starrten nur innerlich erschöpft und zerrüttet auf den anderen Berghang und rangen nach Luft. Erneut erhob sich das Getöse einer Steinlawine und Thorin richtete sich schlagartig auf. "Kommt! Aber bleibt dicht zusammen!", schrie er über das Donnergrollen hinweg und folgte dem Pfad bis zu der Öffnung, auf die Bofur gedeutet hatte. Fili schob seinen Bruder voran hinein und warf seinem Onkel noch einen letzten Blick zu, bevor auch er verschwand. Thorins Miene war versteinert wie die Riesen, die ihnen eben fast das Leben gekostet hatten.
Einzelne Felsspalten sorgten dafür, dass bei jedem Blitz etwas Licht den Tunnel erhellte, der sich vor ihnen wie eine Ader durch den Berg zog. Er war eng und die Felskanten waren so scharf, dass schon nach kurzer Zeit jede ungerüstete Stelle an den jungen Zwergen von brennenden Schnittwunden übersät war. Thorin, der als letzte durch die Öffnung gegangen war, schwieg und keiner der anderen traute sich diese bedrückende Stille mit Klagen über die Schmerzen oder Fragen nach dem Wohin zu unterbrechen. Sie folgten dem Tunnel etwa eine Stunde bis er endlich breiter und angenehmer wurde. Kili trat beiseite um seinen Bruder neben sich aufschließen zu lassen, doch Thorin drängte mit einer Bestimmtheit an ihnen vorbei und weiter durch das Halbdunkel der Felsen, dass jede Hoffnung auf Pause und Erholung wieder zunichte gemacht wurde, bevor sie überhaupt ausgesprochen wurde. "Komm, weiter!", flüsterte Fili seinem Bruder zu, nachdem Bofur an ihnen vorbei geklettert war, packte ihn sanft aber bestimmend am Oberarm und ging mit ihm schweigend hinter den anderen her.

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