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Wir haben schon so viele Zusatzgeschichten und Informationen zusammen gesammelt und noch immer keinen Namen für die eigentliche Hauptgeschichte. . . so geht das doch nicht. . . müssen wir mal ändern. . .
 
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 003 - Getrennte Wege

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Lenz

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BeitragThema: 003 - Getrennte Wege   Di 07 Mai 2013, 17:48


Heißes Blut quoll aus der Wunde hervor.
Es mischte sich mit dem trüben Regenwasser, das schäumend die Baumstämme hinabrann und sickerte in den Boden. Mit jedem hektischen Herzschlag färbte sich die Erde röter und röter. Drûlanthir zitterte am ganzen Leib. Er lag auf der Seite und sein gekrümmter Körper hatte sich an die nasse Felswand geschmiegt. Das Geräusch des prasselnden Regens im Geäst übertönte fast völlig sein hilfloses Röcheln und Schnauben. Pfeile, schwarz und mit zerrupften Federn, ragten ihm aus dem Rücken. Seine Beine hatte er in einem seltsamen Winkel von sich gestreckt, der keinen Zweifel daran ließ, dass sie gebrochen waren.
Morwe schluckte. Seine Finger gruben sich tiefer in den matschigen Untergrund, um Halt zu finden. Die Augen immer noch wie gebannt auf Drûlanthir gerichtet, spürte er wie die Wurzel unter seinen Füßen wegknickte. Steine und Felssplitter rissen an seinen Handinnenflächen, als er die wenigen Meter wieder hinunterschlitterte, die er mit Mühe erklommen hatte. Dreck spritzte ihm in die Augen und klebte ihm sein nasses Haar ins Gesicht, dass er kaum mehr etwas sah. In der Ferne gellte ein Donnergrollen durch den Himmel.
Der Elb spuckte Sand und Matsch aus. Es war so knapp gewesen, er musste den Abhang wieder hinaus gelangen! Morwe warf einen kurzen Blick über die Schulter.
Nicht weit unter ihm wucherten Sträucher und Hecken. Sie wurden von jungen Zweigen etwas vom Unwetter abgeschirmt, die einer mächtigen Eiche gehörten, welche sich aus dem saftig grünen Kleeteppich des Waldbodens erhob. Zwei dunkle unförmige Flecken lagen dort. Es war nicht tief. Doch wenn er sprang, würde er so rasch keinen anderen Weg wieder nach oben finden. Und er konnte seinen Begleiter nicht einfach zurücklassen!
Ein schriller Ton drang an Morwes Ohren. Ein halb ersticktes Kreischen im Wind, das ihn erschaudern ließ. „Drûlanthir!“, seine eigene Stimme ging fast im nächsten Brausen unter. Er duckte sich an die aufgeweichte Wand aus Erde und nahm all seine Kraft zusammen.
Er stieß sich ab, holte im Sprung aus und rammte seine Hände so tief er nur konnte in den klammen Abhang hinein. Heißer Schmerz durchzuckte seine Finger. Aber er hatte Halt. Und er war jetzt nah genug, um mit einem zweiten Satz die haarige Wurzel zu packen, die unter einem glatten Felsstück hervorragte. Morwe zog seine Rechte mit einem schmatzenden Geräusch aus der Erde und griff nach der Ranke. Kalt, wie ein lebloses Körperteil lag sie schlaff zwischen seinen Fingern. Er zog an ihr. Sie war fest!
Wie an einem Seil erklomm Morwe die letzten Meter des Hangs, schob sich über den Rand und stand mit einer geschmeidigen Bewegung auf. Er eilte seinem Begleiter entgegen und sank neben dessen zuckenden Leib in die Knie.
Dûnlanthirs Augen rollten voller Furcht in ihren Höhlen. Der Elb spürte seine Angst fast körperlich. Wie eine Brandung tobte sie gegen ihn, stach sie in ihn. Morwe beugte sich vor und legte die eine Hand um den Hals des Tieres und tätschelte ihm mit der anderen die Nüstern. Leise begann er zu singen und wob die zarte Melodie in die Ohren des Pferdes, um Furcht und Schmerzen von ihm zu nehmen. Sein Freund beruhigte sich, der Herzschlag, vorher ein fiebriges Pochen, wurde langsamer.
Morwe drückte seine Stirn an die Dûnlanthirs, damit dieser nicht sehen konnte, was nun geschah. Lautlos führte der Elb die Hand zum Dolch an seinem Rücken und löste ihn aus der Scheide. Aus den Augenwinkeln zielte er, ließ den Dolch einen fingerbreit vor dem Nacken des Tieres zum Halten kommen. Mit einer tröstlichen Weise auf den Lippen stieß er zu.
Ein jäher Ruck durchfuhr Dûnlanthir. Er schnaubte auf, doch schon schwand ihm die Kraft, seine Glieder erschlafften. Er lag regungslos.
Hitze breitete sich in Morwes Brust aus. Sie strömte kribbelnd in seine Arme, bis zur Hand, welche die Waffe umschlossen hielt, hin zu seinem Gesicht, drückte von innen gegen seine Augen. Er zog den Dolch aus der Wunde, aus der träge Blut über seine Finger lief. Der Elb richtete sich auf. Mit der Linken schloss er die Augen des Tiers und streichelte ihm noch einmal über den Kopf. Wäre er nicht in solcher Eile, würde er seinen Freund nicht so hier zurücklassen. Er würde die grässlichen Pfeile entfernen und ihm ein Grab im weichen Gras machen, das ihm würdig war...
Morwe erhob sich. Am Stoff seiner blauen Tunika, die unter dem Brustpanzer herausschaute und wehend um seine Beine hing, wischte er seine blutigen Hände ab. Er steckte den Dolch wieder ein und rückte Schwert und Schild zurecht, die auf dem Rücken trug.
Für dieses Leben würde Nîn bezahlen, dachte er finster und machte sich auf den Weg durch das Unterholz, dorthin, wo die Orks ihm aufgelauert und ihn von seiner Fährte abgebracht hatten. Um ein Haaresbreit wäre er mit zwei seiner Angreifer den Abhang hinabgestürzt. Aber selbst wenn es nicht passiert wäre, er hätte Dûnlanthir nicht retten können.
Und wofür das alles? Eine elende Waffe. Eine Mächtige, ja, doch Elronds Zorn galt mehr der
Tatsache, dass es ich um ein wertvolles Erbstück, eine Erinnerung handelte. Und dass ein Gast, dem er die Hand gereicht hatte, ihn hinterhältig bestohlen hatte.
Morwe mochte es gewesen sein, der Nîn nach Imladris gebracht hatte. Sie war verletzt gewesen, sie hatte Hilfe bedurft, aber sie späterhin zu einem „Ehrengast“ zu machen war Herrn Elronds Entscheidung allein gewesen. Und nun verfolgte er, Morwe, ihre Spur, obgleich das Geschehene nicht sein Verschulden war. Aber er war der einzige in Imladris, den Nîn vielleicht nicht gänzlich als Feind betrachtete.
Der Elb hoffte, dass die Einigung, die er mit seinem Herrn getroffen hatte, diese Mühe hier wert war. Dass Dûnlanthirs Tod nicht vergebens war. Und dennoch konnte er es nicht wirklich wert gewesen sein. Welche Belohnung wog schon schwerer als ein Leben?
Anscheinend hatte sein Onkel doch Recht behalten, ging es Morwe durch den Kopf, als er Nîns Spur wiederaufnahm. In jedem Zwerg, egal wo er herkam, wucherte Gier, die nur darauf wartete ihre hässliche Fratze zu zeigen...





Die Felsen stützten über ihnen zusammen und da war nichts, was sie tun konnten.
Die Erde bebte. Für einen entsetzlich langen Augenblick wurde der Steinriese in gleißend helles Licht getaucht, ein Strahlenkranz umhüllte ihn, der seinen gigantischen Körper zu einem klobigen pechschwarzen Schatten verdichtete. Schrei hallten durch die Luft, von den Wänden gespenstisch zurückgeworfen zu einem akustischen Wirrwarr. Unverständliche Wortfetzen, Rufe, angsterfülltes Klagen. Unvermittelt ging es im ohrenbetäubenden Donner unter. Die undurchdringliche Wand aus Finsternis stülpte sich über sie.
Dwalin schloss die Augen.
Nun war es scheinbar soweit. Sein Ende, nicht im Kampf, nicht in der Schlacht, ein Ende ohne Schwert und Axt, ohne Ehre. Kein Feind, dem er ins Gesicht starren konnte. Kein Widerstand, den er leisten konnte. Er war vollkommen hilflos. Ohnmächtig gegen diese Urgewalt der Natur.
Bitterkeit wusch wie eine Welle über ihn hinweg. Heiße, brennende Verzweiflung griff nach seinem Herz, pumpte Säure in jede Faser seiner Muskeln, die sich schmerzhaft zusammenkrampften.
Dies war sein Ende, Dwalins Fundins Sohn.
Was hätte er tun können, um dieses Schicksal abzuwenden? Das Leben seiner Gefährten zu retten?
Vergib mir, Thorin. Ich habe sie nicht beschützen können...
Mochte Thorin mit den Übrigen einen anderen Weg finden. Mochte er ihre Reise noch zu einem Erfolg bringen und ihr Volk in seine Heimat zurückführen und ihm seinen König zurückbringen.
Luft schlug ihm ins Gesicht. Er roch feuchtes Gestein und in der nächsten Sekunde zerriss ein unerträgliches Dröhnen und Krachen sein Gehör. Nur wenige Fuß über ihm prallte Stein auf Stein, Fels brach gegen Fels, die Welt um Dwalin zersplitterte und ging im Chaos unter.
Es herrschte Stille.
Lastende, ohrenbetäubende Stille.
Schwerelosigkeit.
War das der Tod?
Dwalin war, als drückte ihm jemand mit einem Kissen die Ohren zu. Er erahnte Geräusche, die jedoch nur dumpf zu ihm drangen und klangen wie aus ganz weiter Ferne.
Doch bevor er seine Aufmerksamkeit auch nur um den nächsten Gedanken schlingen konnte, peitschte ihm ein einziger gewaltiger Schlag gegen den Rücken alle Luft aus den Lungen. Sterne tanzten vor seinen Augen. Dwalin schnappte nach Atem, dem Schmerz in seinem Brustkorb nach, hatte ihm der Hieb alle Rippen zerschmettert.
Das war nicht der Tod... Er lebte!
Japsend rang der Zwergenkrieger nach Luft. Seine Hände ertasteten felsigen Untergrund.
Er war gefallen. Gefallen und aufgeschlagen.
Aber grade als er seinen Willen für den Entschluss gesammelt hatte zu versuchen sich zu erheben, geschah es.
Dumpf hörte Dwalin eben noch einen schrillen Ton in der Luft über sich, dann klatschte etwas auf ihn, was sich anfühlte wie ein triefendnasser dicker riesiger Schwamm, der den Zwerg unter sich begrub. Ein klägliches Stöhnen verließ seine Lippen. Wasser drang in seine ohnehin schon durchnässten Kleider, doch auch Wärme. Körperwärme...
Der dicke Schwamm, der Dwalins Nase plattdrückte, zappelte. Fluchend versuchte der Zwerg seine Arme hochzustämmen und schrie wutentbrannt: „Nimm deinen fetten Hintern von mir runter, Bombur!!“, doch seine Stimme verschwand irgendwo in Bomburs nassen Mantelfalten. Endlich rollte sich der Fleischkoloss ungelenk von ihm hinunter. Dwalin stöhnte. „...Das soll doch wohl'n Scherz sein...!“
Regentropfen wehten ihm über die Haut und hinterließen eine angenehme Frische. Er atmete geräuschvoll aus. Durch den Schleier aus Benommenheit, vernahm er Kratzen, Klappern und leise Stimmen. Erleichterung durchfloss warm und süß seine erschöpften Glieder. Die anderen lebten!
Unwillig länger liegen zu bleiben schlug Dwalin die Augen auf. Er erschrak, als er hoch über sich die mächtige Gestalt des Steinriesen ausmachen konnte, dessen Leib sich wie ein gigantisches Dach über die Schlucht wölbte. Der Körper verhüllte die grauen Wolken, die schwer hängend noch immer Regenfluten und Blitze spien.
Dwalin rieb sich Sand und Moosstücke aus dem Gesicht und schüttelte sich. Bombur lag vor ihm in einer Pfütze und fuchtelte halbherzig, als wüsste er nicht, ob er sich nun wirklich bemühen sollte auf die Beine zu kommen oder es doch lieber bleiben ließ. Er gab dem Dicken einen Tritt. „Na los! Lieg hier nicht faul herum! Während wir hier Teekränzchen halten, könnten die anderen in Gefahr sein!“ Er packte Bombur unsanft am Arm und riss ihn mit einem einzigen Ruck hoch.
„Nicht so hitzköpfig, Brüderchen.“, ertönte es hinter ihnen.
Dwalin erblickte Balin, der seinen Bart von Pflanzen und Erde befreite. Er wirkte arg mitgenommen und seine Stirn zierte eine dicke Beule.
„Was nützt es Thorin, wenn ihm ein zerlumpter Haufen zur Hilfe eilt?“, er nickte zu den anderen herüber. „Gib ihnen einen Moment zum Luftholen. Und du bist ja auch nicht mehr der Jüngste...“, fügte Balin augenzwinkernd hinzu.
Dwalin brummte. „Pah, red du nur, Weißbart.“
Aber im Stillen dachte er, dass sein Bruder Recht hatte... Er beobachtete wie Dori Ori notdürftig verarztete, der eine blutende Wunde am Kopf davongetragen hatte. Bifur wirkte noch verschrobener als üblich, wie er planlos zwischen den Steinen hin und her ging und dabei unverständliche Worte murmelte und Gloin stand so erbärmlich auf seine Axt gestützt, dass Dwalin beschämt den Blick abwenden musste.
Plötzlich schrie jemand. Es war Oin, der herbeigerannt kam und mit seinem Horn herumfuchtelte. „He! He!! Der Hobbit! Er liegt dort!“, wild gestikulierend zeigte er in Richtung eines schlanken Felsbrockens, der schief aus dem Boden ragte. „Er sagt, er braucht Blut! Er ist verletzt!!“
Dwalin fluchte und eilte los. Doch kaum, dass er den Stein umrundet hatte, blickte ihm ein sehr genervt dreinschauender, aber kerngesunder Bilbo Beutlin entgegen.
„Ich sagte: Mir geht es gut!!“, keifte er und klopfte sich den Dreck von seiner Jacke. „GUT! Nicht Blut! Donner und Hagel!“
Der Zwerg wandte sich zu Oin um, riss ihm das Hörrohr aus der Hand und schlug es ihm entnervt gegen den Schädel. „Verdammt, Oin! Wozu hast du das Ding, wenn du auch mit taub bist wie ein Wurm?!“
„Ja! Der Sturm!“, tönte Oin und nahm sich sein Horn zurück.
Dwalin schnaufte, schluckte die wilde Schimpftirade, die ihm auf der Zunge lag, aber mühsam hinunter.
„Los kommt.“
Sie kehrten zu den anderen zurück, welche sich inzwischen in einem Halbkreis versammelt hatten. Müde Gesichter schauten ihn erwartungsvoll an. Dwalin zählte Balin, Gloin, Bifur, Ori, Dori, Bombur und Nori, Oin und Bilbo stellten sich zu der Gruppe, womit sie insgesamt zu zehnt waren. Bofur, Fili, Kili und ihr Anführer Thorin fehlten.
Dwalin stemmte die Hände in die Hüften und baute sich vor ihnen auf.
„Wir müssen zusehen, dass wir die anderen so schnell wie möglich wiederfinden. Wir haben nen verflucht tiefen Satz nach unten gemacht. Hier sind wir nicht sicher, die Schlucht reicht zu nah an die angrenzenden Ebenen und kann von Orkreitern leicht erreicht werden. Am besten wir klettern so weit wieder hoch wie wir können und suchen uns dann eine Lagerstelle, wo wir dieses Sauwetter abwarten.“, er warf einen bedeutungsschweren Blick in die Runde. „Es sei denn einer von euch hat nen besseren Plan.“
Stille trat ein, die nur vom peitschenden Regen durchbrochen wurde.
„Dachte ich mir. Also Abmarsch!“
Sie machten sich auf den mühsamen Rückweg die Schlucht empor. Bald schon mussten sie einsehen, dass der Plan zwar leicht klingen mochte, doch ihre erschöpften Beine wollten sie nur widerwillig tragen. Sie kamen nur schleppend voran und mit jeder Stunde, die verging, wurde der Himmel dunkler und dunkler und ihre Hoffnung die Freunde bald wiederzufinden schwand.
Immer wieder musste Dwalin innehalten, damit Ori und Bombur wieder zu ihnen aufschließen konnten. Aber auch Bilbo war so kraftlos, dass seine Beine hin und wieder einknickten und die anderem ihm aufhelfen mussten. Dass Dwalin selbst elend zumute war, versuchte er sich nicht anmerken zu lassen. Seine Sicht wurde beständig trüber. Er strauchelte häufiger. Als Nori vor Entkräftung schließlich beinahe die Felskante herabgestürzt wäre, waren sie sich alle einig, sie mussten ein Lager aufschlagen. „Aber nicht mitten auf dem Pfad.“, hatte Gloin eingewandt und so suchten er und Dwalin die nähere Umgebung nach einer Felsspalte oder einer Mulde ab. Was sie fanden war aber noch viel besser als das. Eine Höhle.
Nachdem die beiden Zwerge sicher gegangen waren, dass der Ort unbewohnt und sicher war, riefen sie die anderen herbei.
Bombur machte nur zwei Schritte in den Unterschlupf hinein. Er warf seinen Rucksack ab, nahm seine Decke und ließ sich zu Boden fallen. Nori, Ori und Bifur folgten seinem Beispiel. Bilbo schlotterte. „Es i-ist ka-kalt hier....“
„Nimm dir eine Decke und leg dich nah an die anderen. Selbst hier sind wir nicht sicher. Kein Feuer.“
Oin grinste. „Ein Feuer! Ja, eine gute Idee!“
„Nein! Ich sagte KEIN Feuer!“, knurrte Dwalin in sein Hörrohr und Oin verzog missmutig das Gesicht.
„Ich halte die erste Wache, legt ihr euch schlafen.“
Es dauerte nicht lange, bis die kleine Höhle von Schnarchen und lautem Atem erfüllt war. Dwalin lehnte an der Wand, eine Decke um den Leib gewickelt und konzentrierte sich darauf nicht einzuschlafen. Seine Glieder waren entsetzlich schwer. Als hätte jemand Steine an sie gebunden. Der Geruch verdunstenden Wassers mischte sich mit dem schweren Duft der Erde um ihn herum und ließ Dwalins Bewusstsein zäh und dumpf werden. Ihm wurde abwechselnd heiß und kalt. Was gäbe er für einen Augenblick der Ruhe. Nur einen winzigen Augenblick Schlaf. Nur einmal die Augen schließen dürfen...
Der Zwerg schüttelte den Kopf und riss sich mit aller Kraft aus seinem Dämmerzustand heraus. Ihm war als würde die Müdigkeit wie Sand in seinen Geist rieseln. Er konnte es fast hören wie der Sand raschelte. Es wurde lauter und mit einem Mal war Dwalin hellwach. Das war keine Einbildung! Er sprang auf, doch im gleichen Moment ertönte ein metallisches Klicken und der Boden der Höhle klappte unter ihnen weg.
Sie fielen in klaffende Schwärze.

Schwarz und drohend hing der Himmel über den Berghängen. Morwe kämpfte sich voran durch Regenfluten, über Schluchten und schmale Pässe. Und dann sah er sie in der Ferne. Gar nicht weit unter ihm, unter einer Klippe erhellte ein Blitz die Gestalten kleiner Leute, welche sich nacheinander in eine Öffnung im Gestein schoben. Die Zwerge, Thorins Gemeinschaft. Und Nîn hatte es sicherlich geschafft sie vor ihm zu erreichen und sich ihnen anzuschließen. Immerhin war sie ein Zwerg.
Der Elb beschleunigte seine Schritte und folgte dem schmalen Weg, der inzwischen mehr ein Flussbett war.
Und selbst wenn Nîn nicht bei ihnen war, konnte er die Zwerge wenigstens warnen.


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Ich wollte egt noch einmal drüberlesen, aber ich kann nicht mehr x__x" mein Hintern ist platt und mir jucken die Augen. Hab hier heute in der Uni nichts anderes gemacht.... pale
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